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Die Proteste in Istanbul

Istanbul Reports

Istanbul Reports

Erneute Auseinandersetzungen zwischen Demonstranten und der Polizei.

Bei Studentenprotesten in der türkischen Hauptstadt Ankara, bei dem es um den Bau einer Straße über das Universitätsgelände ging, kam es am Montag erneut zu Polizeieinsätzen.

Nach dem Tod eines Demonstranten in der Südtürkei ist es auch zu weiteren Protesten und Zusammenstößen in Istanbul gekommen. Auf der zentralen Einkaufsmeile „Istiklal Caddesi“ setzte die Polizei nach wochenlanger Pause Tränengas und Wasserwerfer gegen Hunderte von Demonstranten ein. Aus den Reihen der Protestbewegung wurden Feuerwerkskörper gezündet und Barrikaden errichtet. Es kam zu zahlreichen Festnahmen.

Die Neugestaltung des Gezi Parks am Taksim Platz, eine der noch wenigen Grünflächen der Istanbuler, der durch ein Einkaufszentrum ersetzt und mehrere Bäume dafür abgeholzt werden sollten, waren Anlass für die Aktion friedlicher Naturschützer, aus der es mittlerweile immer wieder zu landesweiten Protesten kommt. Die Entwicklung bleibt ungewiss.

Wir möchten jedoch, dass unsere Gäste wissen, dass das Leben in Istanbul zum größten Teil ganz normal weitergeht. Gerne können Sie sich jederzeit bei uns über die aktuelle Situation erkundigen.

Eine Nachricht von Gästen aus der Schweiz, die Anfang Juni in Istanbul waren:

„Von der Demonstration haben wir nicht viel bespührt und sind dem Taksim-Platz aus dem Weg gegangen. Nur die Taxi-Fahrer mussten dadurch mit uns grössere Umwege fahren, aber Taxifahren ist in Istanbul billiger als in der Schweiz 🙂

Uns hat es sehr gut gefallen und ich weiss, dass einzelne von uns nicht das letzte Mal dagewesen sind. Das nächste Mal jedoch ein wenig länger als nur 3 Nächte! Die Stadt bietet sooo viel, dass schafft man in einer Woche nur knapp. Ihre Unterstützung war sehr hilfreich und auf jeden Fall weiter zu empfehlen. Nun wünschen wir für die Türkei eine gute bürgerlich-politische Findung, so dass auch zaghaftere Touristen Istanbul besuchen kommen – es lohnt sich auf alle Fälle.“

Eine Nachricht von Gästen, die ebenfalls Anfang/Mitte Juni auf ihrer Durchreise Istanbul besucht haben:

„Wir genießen unseren Urlaub in vollen Zügen. Von den Protesten haben wir bisher nichts mitgekommen, außer dem allabendlichen Töpfe Klappern auch in unserem Viertel. Insgesamt fühlen wir uns in Ihrer Stadt sehr sicher und überall sehr freundlich behandelt. Aus unserer Sicht können Ausländer bedenkenlos Istanbul besuchen. Die Vorbehalte und Sorgen aus unserem Freundeskreis in Deutschland können wir nicht teilen.“

Es wird geraten, sich aus Sicherheitsgründen aktuell vom Taksim Platz und der näheren Umgebung fernzuhalten sowie auf asiatischer Seite von Kadiköy. Istanbul ist jedoch zum Glück so vielfältig und groß, dass es genug Stadtteile und Orte gibt, die zu entdecken bleiben. Mit sicherem Abstand zum Gezi Park geben wir Alternativen für den perfekten Urlaub in Istanbul gerne an Sie weiter:

Die Historische Halbinsel: Sultanahmet, Eminönü, Balat, Fener, Eyüp

Das ist die Gegend für einen Besuch der Klassiker wie der Hagia Sophia, Topkapı Palast, Blaue Moschee, Versunkener Palast (Zisterne), Hippodrom sowie u. a. das Archäologische Museum.

Abseits von Sultanahmet befindet sich das religiöse Istanbul umringt von den historischen Stadtmauern. Falls Sie Interesse an netten kleinen Ortschaften haben, sind Balat, Fener und Eyüp genau das Richtige. Hier ergeben sich wunderbare Stadtspaziergänge abseits der Touristenpfade zwischen den Gassen an Altistanbuler Nachbarschaften vorbei, an wunderbaren Kirchen, Synagogen und Moscheen, kleinen Ateliers, Cafés und Geschäften.

Am Bosporus entlang

Auf der europäischen Seite kommen Sie von Ortaköy bis nach Emirgan, Arnavutköy, Bebek, Tarabya und Sarıyer und sind fast am Schwarzen Meer.  Jedes Dörfchen ist idyllischer als das andere. Auf dem Weg gibt es hervorragende Adressen, wo Sie gut Fisch und Meze essen können, trendige Cocktail-Bars und gehobene Clubs. Attraktionen: Rumeli Hisarı Festung, Emirgan ParkSakıp Sapancı Museum.

An der asiatischen Seite gibt es am Ufer entlang des Bosporus von Üsküdar bis hin über Kuzguncuk, Beylerbeyi und Çengelköy alte Ortschaften bis nach Beykoz. Auch hier ist der Erlebnisfaktor hoch: alte Kirchen, Synagogen und Moscheen sowie wunderschöne Gebäude und Bauwerke aus osmanischer Zeit. Attraktionen: Beylerbeyi Palast, Anadolu Hisarı, Kücüksu. Verweilen kann man im Teehaus Çınaraltı in Çengelköy sehr gut, direkt am Bosporus.

Kumkapı und Samatya

Für ein kulinarisches Erlebnis empfehlen wir einen Besuch in den Vierteln Samatya und Kumkapı. In der Nähe der Seemauer bietet Kumkapı eine Fülle an Fisch-Restaurants auf dem Hauptplatz in der Nähe der Marmara Meer Küste. Kleine Moscheen, armenisch-apostolische sowie griechisch-orthodoxe Kirchen eignen sich hervorragend um in der Gegend spazieren zu gehen. In Samatya gibt es lauter kleine Restaurants, die vor allem Meze und Rakı auf dem Speiseplan haben.

Die Prinzeninseln

In der Antike hießen die Inseln Demonsia (Volksinseln) und sind auch heute noch ein sehr beliebtes Ausflugs- und Wochenendziel der Istanbuler. Die Prinzeninseln galten damals schon als eine Sommerfrische, die von griechischen, jüdischen und armenischen Kaufleuten aus Pera, dem heutigen Beyoğlu, besucht wurden. Viele der im viktorianischen Stil errichteten Villen und Sommerhäuser dieser wohlhabenden Gesellschaft, sind sehr gut erhalten und prägen das Bild der Inseln. In den Sommermonaten sind die idyllischen Prinzeninseln gut besucht. Außer dass man hier baden kann, eignen sie sich auch besonders gut fürs wandern, besichtigen und Rad fahren. Gigantische Ausblicke sind garantiert!

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