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Der Deutsche Brunnen (Alman Çeşmesi)

Alman Çeşmesi

Foto: Ali Sağlam

Der Deutsche Brunnen befindet sich am nördlichen Ende des Hippodroms direkt gegenüber des Mausoleums von Sultan Ahmet I. und wurde in Andenken an den Besuch des deutschen Kaisers Wilhelm II. errichtet. In Deutschland hergestellt und in einzelnen Teilen nach Istanbul verschickt, wurde er an seinem jetzigen Standort zusammengesetzt.

Der Brunnen weist einen pavillonähnlichen Bau auf. Die im neobyzantinischen Stil geformte achteckige Kuppel wird von acht Marmorsäulen getragen. Sie ist mit Kupfer belegt und ihr Inneres mit goldenen Mosaiken, die eines der bekanntesten Werke des Kirchenmalers, Mosaikgestalters und des Kaiser-Künstlers Professor August Oetkens (1868–1951) aus Oldenburg sind, versehen.

Während seiner Regierungszeit stattete Kaiser Wilhelm II. mehreren Ländern in Europa und des nahen Ostens einen Besuch ab. Seine Reise begann er dabei im Jahre 1898 in Istanbul. In wertvoller Erinnerung gab daraufhin die deutsche Reichsregierung den Bau des Brunnens in Auftrag, an deren Entwurf und Bau die deutschen Architekten Max Spitta, Schoele und Carlitzik sowie der Italiener Joseph Anthony beteiligt waren. Die Einweihung fand am 27. Januar 1901, zum Geburtstag des Kaisers, statt.

Der Deutsche Brunnen galt damals schon als eine besonders verdienstvolle Wohltat in der nahöstlichen Mentaltät. Dieses Geschenk, der dem Volk sauberes und kostenloses Wasser zur Verfügung stellte, sollte den Ruhm des deutschen Kaisers sichern und mehren.

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