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Yedikule (Yedikule Hisar)

Die Burg der sieben Türme

Foto: Vince Millet

Yedikule ist eine Festung auf die man trifft, wenn man eine Weile entlang der zur Zeit von Kaiser Theodosios II. errichteten Theodosianischen Mauern geht. Die „Burg der Sieben Türme“ ist ein wichtiger Teil des größten Wehrbaus der Spätantike und befindet sich an jener Stelle, wo Land- und Seemauer aufeinanderstoßen.

Die Burg steht vor der „Porta Aurea“, dem Goldenen Tor, einst prächtigster Zugang zur byzantinischen Reichshauptstadt. Ein römischer Triumphbogen, der oft zum Schauplatz glorioser Einzüge byzantinischer Kaiser wurde und drei goldüberzogene Tore hatte, von denen das mittlere größer war als die beiden seitlichen, die man trotz der Vermauerung heute noch erkennen kann.

Vor allem für die Osmanen, die die byzantinische Anlage nach der Eroberung Istanbuls ausbauten, war Yedikule ein wichtiges Areal. Ihnen diente sie als Schatzkammer, Kerker und Hinrichtungsstätte zugleich. Das bekannteste Hinrichtungsopfer von Yedikule war der junge Sultan Osman II., der am 20. Mai 1622 in einem der Türme erdrosselt wurde.

Die sieben Türme der Yedikule Anlage sind untereinander durch dicke Mauern verbunden, die insgesamt ein Fünfeck zeichnen und einen großen Hof umschließen. Hier mischt sich das Byzantinische mit dem Osmanischen. In der Mitte des Hofes stehen heute die Überreste des Minaretts der kleinen Moschee, die sich bis ins Jahr 1905 aufrecht erhalten konnte.

In der Festungsgarnison waren einst Schlosswächter und seine Helfer, Offiziere sowie Soldaten untergebracht. Yedikule bot auch Quartiere und Lager für die Einheiten, von denen gegenwärtig nicht mal mehr Spuren vorhanden sind.

Die Yedikule Festungsanlange wurde mehrmals renoviert und ist aktuell als Museum tätig. Im Garten werden heute Werke aus Osmanischer Zeit ausgestellt, darunter steinerne Kanonenkugeln, Marmorkapitelle, Säulenteile und großbauchige Tongefäße. Auch dient sie als Veranstaltungsort für Konzerte.

 

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