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Großer Basar (Kapalı Çarşı)

Foto: Farhan Chawla
Titelfoto Startseite: Guillén Pérez

Das in der Tat pulsierende und florierende Geschäftsleben der Altstadt Sultanahmet spielt sich seit eh und je unter den Dächern des Großen Basars ab.

Seit Mitte des 15. Jahrhunderts ist das der bekannteste Basar von Istanbul und das Einkaufsmekka schlechthin. Hier tummeln sich auf einem Areal von sage und schreibe 20.000 Quadratmetern täglich bis zu einer halben Million Menschen.

Durch ein Labyrinth malerischer Ladengassen muss man gehen, um die ganze Pracht von orientalischen Teppichen, Leder- und Seidenwaren, Stoffen, Antiquitäten, von Gold und Silber zu entdecken. “Kein Verliebter kann diesen Basar durchschreiten, ohne es wie ein Unglück zu empfinden, nicht Millionär zu sein” schrieb der Italiener Edmondo de Amicis im 19. Jahrhundert. Und wie er, haben viele Reisende über die Jahrhunderte den Basar wohl schon als dunkle, verborgene Stadt voller Wunder und Schätze gewürdigt. Allerdings ist es unverweigerlich, sich nicht in den Wirren und dem Getümmel zu verlieren, obwohl der Basar einer bestimmten Ordnung folgt.

Der Große Basar, wegen seiner Überdachung auch “Gedeckter Basar” genannt, wurde bereits kurz nach der Eroberung von 1453 unter Fatih Sultan Mehmet II. errichtet. Damals schon als wichtiges Handelszentrum, erweiterte sich dieses mit der Zeit entstandene komplexe Gefüge um viele weitere Läden und Werkstätten. Seine heutige Architektur erlangte der Große Basar aber erst gegen Ende des 19. Jahrhunderts: 4.000 Läden verzweigt in mehr als 60 Handelsstraßen, unterteilt in jedes eigene Handwerk und Gewerbe. Außerdem Banken, Devisenbüros, Moscheen, Brunnen, Hamams, Restaurants, Kaffeehäuser und eine Post, 20.000 Angestellte und 20 Eingänge, die wenn man möchte, auch tiefer in das Verborgene des Basars hineinführen können.

Unsere Empfehlung: Machen Sie sich auf die Suche nach dem alten Zauber des traditionellen Basarlebens. In verwinkelten Gassen abseits der touristischen Strömungen trifft man noch darauf.

 

 

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