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Arabische Moschee

Arap Camii Istanbul

Die Arabische Moschee (türkisch: Arap Camii) befindet sich im Stadtteil Galata in der Tersane Caddesi und ist die größte Moschee auf der Seite des Goldenen Horns.

Leider konnte man bis heute noch nicht nachweisen wann und vor allem von wem sie errichtet worden ist. Eine These besagt, dass an der Stelle der Moschee einst eine Kirche mit den Namen Mesa Domenico, St. Paul oder  St. Irene gestanden haben soll und diese dann später zu einer Moschee umgewandelt wurde. Die Moschee erhielt daraufhin zunächst den Namen „Galata Camii“. Um 1492 wurde die Gegend dann von Muslimen besiedelt, die überwiegend aus Andalusien eingewandert waren und hier für Araber gehalten wurden.

Die historische Moschee hat einen viereckigen Grundriss, deren Außenfassade einen gotischen Baustil aufweist. Das eckige Minarett, das für die islamische Religion eher ungewöhnlich ist, wurde auf den Glockenturm der ehemaligen Kirche gebaut.

Man weiss, dass die Kirche nach dem vierten Kreuzzug um 1233 erneuert und von den Dominikanern als St. Paul betrieben wurde. Um 1260 wurde die neue Kirche wohl fertig gestellt. Knapp vierzig Jahre später wurde auch ein Kloster in der Nähe errichtet, von dem aber nichts mehr erhalten ist. Im Jahre 1307 wurden die Dominikaner durch die derzeit herrschenden Byzantiner vertrieben, die Kirche wurde 1325 neu aufgebaut und San Domenico gewidmet.

Den Umbau in eine Moschee schätzt man zwischen 1475 und 1478. Den christlichen Innenausbau brachte man zuvor nach Genua. Ende des 15. Jahrhunderts übergab Sultan Beyazit II. die Moschee den angesiedelten Muslimen aus Andalusien, die der spanischen Inquisition entflohen waren. Seither heißt sie „Arabische Moschee“. Nach dem Großbrand in Galata in der Zeit von Sultan Mehmet III. und einem weiteren Großbrand im Jahre 1731 wurde das stark beschädigte Gebäude auf Anweisung von Saliha Sultan, der Mutter von Mahmut I. komplett restauriert. Nach dem dritten Brand im Jahre 1807 wurde das Gebäude erneut ausgebessert. Weitere ausgiebige Restaurationen folgten 1868 und 1913. Der Brunnen im Vorhof wurde 1868 hinzugefügt.

Der letzte langandauernde Umbau erfolgte zwischen den Jahren 1913 und 1919 durch Giridli Hasan Bey aus Kreta, der insbesondere die heute noch vorhandene umfangreiche Holzinnenverkleidung einsetzte und das flache Holzdach errichtete. Bei den Umbauarbeiten wurden unter dem Boden zahlreiche Grabsteine der Genueser aus dem 14. Jahrhundert gefunden, die nun im Archäologischen Museum beherbergt sind. Da sich die Moschee so grundlegend von allen anderen Moscheen der Stadt unterscheidet ist sie natürlich als ganz besondere Sehenswürdigkeit zu sehen.

 

 

 

 

 

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