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Beyazıt Moschee

Foto: Darwinek

Die älteste und noch bestehende Sultansmoschee in Istanbul ist die Beyazıt Moschee (Beyazıt Camii). Sie ist das Urbild und der Inbegriff der osmanischen Moscheenarchitektur.

Die Moschee steht am historischen Beyazıt Platz und ist gegenüber dem Eingang des alten Palastes (Eski Saray) vom Eroberer von Istanbul Fatih Sultan Mehmet I. gebaut. Der Palast wurde in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts zerstört, um hier den Komplex für das neue Kriegsministerium zu errichten; heute die Istanbul Universität.

Der Sohn des Eroberers, Sultan Beyazıt II., ließ diese prachtvolle Moschee zwischen 1501 und 1506 errichten. Stilistisch erinnert ihre Architektur an die Hagia Sophia und markiert den Beginn der klassisch osmanischen Baukunst, die über zwei Jahrhunderte dominierte. Es ist eine Kombination von frühosmanischen und byzantinischen Bauelementen, bei der großen Wert auf die Verwendung von Gestein wie Marmor, Porphyr, Grünstein und Granit gelegt wurde. Die Hauptkuppel der Beyazıt Moschee wird von kleineren Halbkuppeln gestützt. Die beiden Minaretten rahmen den Sakralbau ein. Bemerkenswert ist auch die Sultansloge aus seltenem Marmor.

Zur Külliye (Moscheenkomplex) gehören auch der Türbengarten, in dem der Sultan Beyazıt II. ruht, eine Armenküche, die heute eine Bibliothek beherbergt, der malerische Sahaflar Çarşısı, eine Grundschule, eine Medrese, die einen überzeugenden rechteckigen Stadtraum formte und in der heute das Kalligraphie Museum eingerichtet ist sowie ein osmanisches Bad, das nur noch eine große Ruine an der Ordu Caddesi darstellt.

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