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Eyüp Sultan Moschee

Foto: Ted Drake

Die Eyüp Sultan Moschee befindet sich im gleichnamigen Stadtteil Eyüp am nördlichen Ende des Goldenen Horns. Sie ist für Muslime ein besonders heiliger Ort und rangiert auf Platz vier hinter Mekka, Medina und Jerusalem.

Der Moscheenkomplex steht genau an der Stelle, wo Ayyub al-Ansaris (türkisch Eyüp Ensari) begraben sein soll. Er war ein Freund und Gefährte des Propheten Mohammeds und hochverehrtes Mitglied der frühen islamischen Führung. Einer Legende zufolge soll er vor den Mauern Konstantinopels während der ersten erfolglosen Belagerung der Stadt durch Muslime gefallen und kurz nach der osmanischen Eroberung wiedergefunden worden sein. Auch die byzantinischen Einwohner der Stadt sollen sein Grab als Kultstätte verehrt haben.

Fatih Sultan Mehmet der Eroberer baute Eyüp ein passendes, grandioses Grabmal und eine Moschee, in der sich osmanische Prinzen bei ihrer Thronbesteigung mit dem Schwert Osmans gürteten. Es symbolisierte ihre Macht und ihren einflussreichen Sultanstitel. Der Reinigungsbrunnen im Hof (türkisch: Şadırvan) ließ der Großwesir Ibrahim Paşa bauen. Da die beiden Minaretten nicht hoch genug waren, um die traditionelle Beleuchtung an Ramadan anzubringen, ließ sie Sultan Ahmet III. im Jahr 1723 einreißen und höhere errichten.

Ein folgenschweres Erdbeben im Jahre 1766 zerstörte die Eyüp Sultan Moschee. Sultan Selim III. ließ sie daraufhin bis auf die Minaretten im Jahr 1798 komplett abreißen, um eine neue Moschee errichten zu lassen. 1800 wurde die neue Moschee dann eröffnet. Leitender Architekt war Uzun Hüseyin Ağa.

Gegenüber der Schiffsanlegestelle führt die Hauptgeschäftsstraße „Iskele Caddesi“ zum Moscheenkomplex hinauf. Hinter einem großem Tor am Vorplatz liegt der Innenhof. Die Moschee steht rechts vom Tor, links ist die Türbe, die mit Gold und Silber sowie Kristallleuchtern und gemusterten Iznikfliesen geschmückt ist.

Bitte beachten: Es gelten besondere Verhaltensregeln. Für ruhigere und beschaulichere Besuche lieber außerhalb der religiösen Feiertage sowie zum Freitagsgebet.

Maşallah! (Möge Allah ihn beschützen!)

An Sonn- und/oder Feiertagen werden Besuchern womöglich Jungen in weißen Satinanzügen auffallen, die glitzernde Mützen mit der Aufschrift „Maşallah“ tragen. Sie statten diesem heiligen Ort kurz vor ihrer Beschneidung einen Besuch ab. Dabei werden sie von einer Schar stolzer Verwandter begleitet.


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