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Fatih Moschee

Foto:Aydin Sertbas

Die Fatih Moschee – vielleicht älteste Sultansmoschee von Istanbul – wäre sie nicht im Jahre 1766 durch ein großes Erdbeben weitestgehend zerstört worden. Sie sollte die moslemische Antwort auf die christliche Hagia Sophia sein.

Der ursprüngliche Bau begann im Jahre 1462 unter der Herrschaft von Eroberer Sultan Mehmet II., der sich mit der Fatih Moschee (Fatih Camii) ein Denkmal setzten wollte. Sie wurde auf den Ruinen der zweitgrößten Kirche der Stadt, der Apostelkirche, die in den ersten Jahren nach der osmanischen Eroberung dem Patriarchat als Sitz diente, erbaut. Um mit dem Bau der Fatih Moschee beginnen zu können, verlegte man den Sitz des Patriarchats in die Pammakaristos Kirche und riss die Apostelkirche ab. Diese befand sich auf dem vierten Hügel der Stadt, der zu byzantinischen Zeiten die Nekropole der Kaiser war.

Bis zum Bau der Süleymaniye Moschee im 16. Jahrhundert war die Fatih Moschee die größte Moschee der Stadt mit dem weitläufigsten Gebäudekomplex bestehend aus mehreren Medresen, Bibliotheken, Grundschulen, einer Armenküche, Karawansereien, Herbergen für Derwische, einem Krankenhaus und einer Badeanlage.

Das schwere Erdbeben überstanden die drei Portiken des Vorhofes, das Haupttor des Gebetssaals sowie die Gebetsnische der Moschee. Dem Wiederaufbau und den Restauratationsarbeiten im Jahre 1771 verdankt sie ihr heutiges Aussehen.

Die Fatih Moschee, die von Touristen kaum besucht wird, und der sie umgebende Komplex sind bis heute Mittelpunkt des gleichnamigen Stadtteils, der zu den religiösesten Bezirken Istanbuls zählt. Im Hofe der Moschee steht das Mausoleum des Eroberers Fatih Sultan Mehmet und seiner Gemahlin Gülbahar, das für Besucher ebenfalls geöffnet ist.

 

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