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Şehzade Moschee

Şehzade Moschee Istanbul

Foto: Aydin Sertbas

Auf dem Weg zum Großen Basar im Stadtteil Fatih liegt die Şehzade Moschee, auch als Prinzenmoschee bekannt. Der berühmte Baumeister Mimar Sinan errichtete sie zwischen 1543 und 1548. Sultan Süleyman der Prächtige widmete sie seinem früh verstorbenen Lieblingssohn, dem Kronprinzen Mehmet.

Die Şehzade Moschee gehört zu den fünf größten Moscheen von Istanbul, obwohl sie „nur“ das Lehrlingswerk von Mimar Sinan war, wie er einst selbst behauptete. Und doch zeigt es schon das meisterhafte Können dieses Ausnahmearchitekten. Zu der Zeit hatte der junge Hofarchitekt noch keinerlei Erfahrung mit Sakralbauten. Er hatte das Kuppel- und Raumverständnis der Hagia Sophia ausführlich studiert und sich, wie man feststellen kann, vom Aufbau einer byzantinischen Kreuzkuppelkirche inspirieren lassen. Die 37 m hohe Hauptkuppel mit einem Durchmesser von 18 m ist zu jeder Seite hin durch eine Halbkuppel gestützt. Dazu baute er erstmals vier anstatt zwei Halbkuppeln und fügte jeder Halbkuppel noch weitere Kuppeln hinzu. Somit entstand ein quadratischer Grundriss und wurde vom Boden bis zur Spitze hin schmaler. Dieses Architekturschema erinnert an die später entstandene Blaue Moschee, die von Sinans Schüler gebaut wurde.

Im Innenraum verfügt sie über eine flächige, solide und leichte Atmosphäre während die verzierte Außenform mit der rhythmisch angeordneten Struktur der Kuppeln und den beiden schönen Minaretten eher dynamisch wirkt.

Das angegliederte Mausoleum ist mit wunderschönen farbigen Kacheln gefliest. Hier hat sich Mimar Sinan für die letzte Ruhestätte des Prinzen Mehmet besonders viel Mühe gegeben. Auch die Gräber seiner Brüder und Schwestern sowie Sultan Süleymans Großwesire Rüstem Paşa und Ibrahim Paşa befinden sich hier. Der Moscheenkomplex umfasst außerdem eine Karawanserei, eine öffentliche Küche und eine Hochschule (Medrese).

 

 

 

 

 

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