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Sokollu Mehmet Paşa Moschee

Foto: MChew

Die Sokollu Mehmet Paşa Moschee ist ein gelungenes Spätwerk des osmanischen Meisterarchitekten Mimar Sinan. Mit dem sechseckigen Kuppelbau erreichte er eine Perfektion im 16. Jahrhundert. Er setzte die Kuppel gemeinsam mit den vier Halbkuppeln so über das Quadrat, dass mit dem Fundament des viereckigen Platzes eine geräumige und erfreuliche Atmosphäre entstand.

Mimar Sinan entwarf diese Moschee im Jahre 1571 auf dem Höhepunkt seiner Architektenkarriere. Sie ist nach dem Großwesir und Befehlshaber Sokollu Mehmet Paşa (1505-1579) benannt. Die eigentliche Stifterin war seine Frau Esmahan, Tochter von Sultan Selim II.

Die architektonische Ausgewogenheit der Moschee ist typisch für Sinans Meisterwerke. Sie weist übrigens eine Besonderheit auf. Die Medrese (Theologische Hochschule) ist kein separates eigenständiges Gebäude, sondern Teil der Moschee und zieht sich um den Vorhof.  Der Innenraum besticht durch seine harmonische Form, dem farbigen Marmor, die aufsehenderregenden hoch qualitativen Iznikkacheln und dem Buntglas. Außerdem birgt die Sokollu Mehmet Paşa Moschee vier Fragmente vom heiligen schwarzen Stein aus der Kaaba in Mekka. Eines ist in Gold gefasst und über dem Eingang, zwei sind in der Minbar (Kanzel) und eines im Mihrab (Gebetsnische).

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