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Ashkenazi Synagoge

Die Ashkenazi Synagoge ist die derzeit einzig aktive Synagoge der aschkenasischen Juden. Sie wurde von Ashkenazim, einem Österreicher mit Aschkenas Herkunft  im Jahre 1900 in der Nähe des Galata Turms gegründet.

Durch ihren Baustil und ihre europäische Fassade unterscheidet sie sich von den traditionellen sephardischen und Romania Synagogen.

Geht man vom Galata Turm über die steile Yüksekkaldırım Straße hinunter Richtung Galata Brücke, sieht man auf der linken Seite, halb versteckt hinter Elektrik- und Schlossereigeschäften, das imposante, rot-weiße Gebäude mit einer achtzackigen Stern-Rosette der Ashkenazi Synagoge.

Die knapp 400 Personen fassende Synagoge wurde in Auftrag gegeben von österreichischen Juden. Ihr Architekt ist Gabriel Tedeschi. Im Jahr 1900 eröffnete die österreichische jüdische Gemeinde von Istanbul die aschkenasische Synagoge feierlich in Gegenwart des österreich-ungarischen Botschafters. Der Stil dieses prunkvollen Gebäudes, das einen verwirrenden Kontrast zur ansonsten eher schäbigen Umgebung bildet, ist orientalisch-eklektizistisch: die vom Bildhauer Fogel entworfene Tewa (Gebets- und Lesepult) und der Tora-Schrank aus Ebenholz erinnern an eine fernöstliche Pagode. Weitere Unterscheidungsmerkmale sind der polnische “Ehal”, der Schrank, indem eine Kopie des handgeschriebenen Alten Testaments aufbewahrt wird.

Die Ashkenazi Synagoge ist heute die einzige aschkenasische Synagoge in Istanbul, in der regelmäßig Gottesdienste stattfinden.

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