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Bahnhof Sirkeci (Sirkeci Garı)

Bahnhof Sirkeci

Der Sirkeci Bahnhof ist ein Kopfbahnhof der Türkischen Staatsbahn TCDD. Von hier aus verkehren internationale, inländische sowie regionale Züge gen Westen. Vor allem als Endstation des legendären Orient Express gelangte der Sirkeci Bahnhof zu weltweiter Berühmtheit.

Nach dem Krimkrieg entschied man den Bau einer Zugverbindung zwischen Europa und Istanbul. Nach einigen unterzeichneten und vorzeitig gekündigten Verträgen wurde dann die Konzession im Frühjahr 1869 für die Rumeli Eisenbahn einem aus Bayern stammenden belgischen Bankier namens Baron Hirsch (Moritz Freiherr Hirsch auf Gereuth) zugesprochen. Das Projekt beinhaltete eine Route von Istanbul über Edirne, Plowdiw und Sarajevo zum Ufer der Save vor. Nach ein paar Optionen wurde im Jahre 1873 eine Endstation in Sirkeci errichtet, welche damals für temporär galt.

Der Bau des neuen Gebäudes begann Anfang des Jahres 1888. Der Kopfbahnhof, ursprünglich als Müşir-Ahmet-Paşa-Station bezeichnet, wurde am 3. November 1890 eröffnet und ersetzte den aus dem Jahre 1873. Der Architekt des Projektes war der Berliner August Jachmund, der von der deutschen Regierung nach Istanbul gesandt wurde, um die osmanische Architektur zu studieren. Er gestaltete den Bahnhof in einer Mischung aus Jugendstil und orientalischen Elementen, weshalb er heute als eines der größten Beispiele des europäischen Orientalismus angesehen wird. Blieb das Hauptgebäude des Bahnhofs bis heute in seinem Originalzustand, so änderte sich sein Umfeld seit 1890 gravierend. Das Bahnhofsrestaurant wurde in den 1950ern und 60ern zum Treffpunkt für Journalisten, Autoren, Diplomaten und anderen Menschen aus der Oberschicht. Interessant zu besichtigen ist außerdem die alte Lok von der Krauss & Comp. Lokomotivfabrik München aus dem Jahr 1874 direkt vor dem Bahnhofsgebäude.

Der Sirkeci Bahnhof ist seit 2013 eine Station der U-Bahn Marmaray. Die Marmaray Strecke verläuft unter dem Bosporus und verbindet in nur wenigen Minuten den europäischen und asiatischen Teil Istanbuls.

Immer wieder finden außerdem Märkte statt, auf dem Produkte und Spezialitäten aus allen Regionen der Türkei angeboten werden.

In den großen vornehmen Sälen des Empfangsgebäudes drehen sich außerdem die Derwische. Besuchen Sie die Veranstaltung Tanz der Derwische und erleben Sie die beeindruckende „Sema“-Zeremonie des Mevlevi Ordens in Istanbul. Das Ritual der sich drehenden Tänzer zeugt von 800 jahre langer Tradition. Es handelt sich im Wesentlichen mehr um ein spirituelles Ereignis als um eine touristische Attraktion. Lassen Sie sich mitreißen.

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Foto: Martin Dürrschnabel
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