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Freiheitsdenkmal der jungtürkischen Revolution (Abide-i Hürriyet)

Das Freiheitsdenkmal, auch Denkmal der ewigen Freiheit genannt, befindet sich am nördlichen Rand des Stadtbezirks Şişli.

Es soll an die jungtürkische Revolution von 1908 und die Opfer der Gegen-Revolution des Sultans von 1909 erinnern. Die Jungtürken plädierten für die Modernisierung des Osmanischen Reichs und versuchten gleichzeitig den türkischen Einfluss im zerfallenen Vielvölkerstaat zu stärken. Die Revolution sorgte dafür, dass der damals herrschende Sultan Abdülhamid II. am 24. Juli 1908 die liberale Verfassung von 1876 wieder in Kraft setzte. Das erkämpfte Grundgesetz gewährleistete unter anderem die Bestimmungen über Grundrechte und Freiheiten, die Unabhängigkeit der Gerichte sowie die Sicherheit der Richter, und führte ein parlamentarisches System ein.

Den im Jahre 1909 ausgeschriebenen Wettbewerb zur Errichtung des Denkmals gewann der Entwurf des türkischen Architekten Muzaffer Bey. Im Jahre 1911 folgte die Einweihung in Form einer monumentalen Säule über einem Krypta-artigen Unterbau. Am Sockel des Denkmals sind die Namen der Opfer auf Tafeln verzeichnet, die gleichzeitig hier bestattet wurden. Auf dem Gelände befindet sich unter anderem auch das Grab des 1884 auf Befehl von Sultan Abdülhamit II. getöteten ehemaligen Großwesirs Midhat Pasa.

Das offizielle Logo der Stadtverwaltung von Şişli ist die Abbildung des Freiheitsdenkmals.

 

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