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Konstantinsäule (Çemberlitaş)

Konstantinsäule in Istanbul

Foto: Aydin Sertbas

Konstantin der Große ließ die nach ihm benannte Konstantinsäule auf seinem Forum, dem zentralen Platz von Konstantinopel, im 4. Jahrhundert errichten. Die Porphyrsäule war Ausdruck seines Willens das Griechentum, Judentum und Christentum zu vereinen.

In den Fundamenten sind angeblich Teile des Heiligen Kreuzes Jesu, der Axt Noahs und des Stabes vom Propheten Moses, mit dem er Wasser aus dem Felsen schlug, eingemauert. Diese Reliquien wurden vom Kaiser selbst in die Stadt gebracht und machten die einst 50 Meter hohe Säule zum Symbol der Stadt. Nach dem Tod Kaiser Konstantins wurde eine Kapelle am Fuß der Säule errichtet.

Als einziges antikes Bauwerk steht die Konstantinsäule noch heute auf dem ehemaligen Platz Constantinum, verbrannt und mit einem Schaft von Eisenringen versehen, nach denen sie auch mit ihrem türkischen Namen „Çemberlitaş“ benannt wurde. Auf der Spitze der Säule befand sich früher das Bronzestandbild des Kaisers. Mächtige Erdbeben und verheerende Brände fügten schwere Schäden zu und stürzten das Standbild im Jahre 1105, das von dem byzantinischen Kaiser Manuel I. Komnenos (1143-1180) durch ein Kapitell und ein großes goldenes Kreuz ersetzt wurde. Letzten byzantinischen Chronisten zufolge versammelten sich die Stadtbewohner am Tag der Eroberung durch die Osmanen frühmorgens um die Säule und warteten auf die rettenden Engel des Herrn.

 

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