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Osmanische Kanonengießerei (Tophane-i Amire)

Tophane-i Amire Außenansicht

Schon bald nach der Eroberung von 1453 ließ Sultan Mehmet II. das zentrale Gießerei Werk für militärische Zwecke des Osmanisches Reiches anlegen, welches dem Stadtviertel Tophane (übersetzt: Kanonenhof) auch seinen Namen gab.

Unter der Herrschaft von Sultan Beyazit II. baulich erweitert, wurde die Fertigungsstätte später zerstört und durch Sultan Süleyman dem Prächtigen zur Vorbereitung seiner Expansionsbestrebungen wiederhergestellt. Das jetzige Gebäude, einst Teil eines großen Komplexes, entstand nach mehrfacher Umgestaltungen durch Sultan Selim III. zu Beginn des 19. Jahrhunderts in Zusammenhang mit seinem Programm zur Reformierung der Osmanischen Armee.
Die Architektur des eindrucksvollen rechteckigen Ziegel-Haustein-Mauerwerks ist ein Gebäude von markanter städtebaulicher Präsenz. Über dem massiven, mehr oder weniger fensterlosen Sockel befindet sich eine Komposition aus Bögen, gefüllt mit kleinen roten sechseckigen Entlüftungstürmen und zurückgesetzten Kuppeln auf dem Dach.

Die Kanonengießerei wurde partiell restauriert und sollte ab 1955 Teil des Militärmuseums werden, was aber nicht folgte. Im Jahre 1993 übergab man dann das historische Erbe der Mimar Sinan Universität der Schönen Künste. Es dient seither als Zentrum für die künstlerische und industrielle Zusammenarbeit zwischen türkischen und internationalen Universitäten. Auch finden hier von Zeit zu Zeit Kunstausstellungen im Rahmen der Biennale statt.

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