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Tekfur Palast – Das kleine Erbe von Byzanz

Foto: Helmut Satzinger

Durch das Stadttor Edirnekapı, dem früheren Adrianopel-Tor entlang der Stadtmauern in Richtung Goldenes Horn trifft man auf die gut erhaltenen Ruinen des Tekfur Palastes. Man vermutet, dass er zwischen dem 10. und 13. Jahrhundert erbaut worden ist.

Der Tekfur Palast, der auch Porphyrogennetos Palast genannt wird und seinen Namen nach Konstantin Palaiologos Porphyrogennetos, einem Sohn des Kaisers Michael VIII. erhielt, ist das einzig bedeutende Beispiel der weltlichen byzantinischen Architektur Konstantinopels und war die Residenz byzantinischer Kaiser. In die Theodosianische Landmauer eingefügt, grenzte er einst als Teilpalast an den Blachernen Palast, dessen Areal ein ganzes Palastviertel im Norden von Konstantinopel war.

Nach der Eroberung Konstantinopels durch die Osmanen diente der Tekfur Palast unter anderem als Menagerie, Keramikmanufaktur und als Glasfabrik bevor er im 17. Jahrhundert dem Verfall überlassen wurde. Seine Umfassung mit den verzierten Mauern aus weißem Stein, den roten Ziegeln und der geometrischen Muster sind wegen seiner unterschiedlichen Bautechniken sehr interessant und vor allem typisch für die Spätphase der byzantinischen Architektur.

Seit 2006 werden am Tekfur Palast umfangreiche Restaurierungssarbeiten durchgeführt.

 

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