Türkische Bäder – Hamams in Istanbul
“Man möchte sagen, dass man noch nie gewaschen gewesen ist, bevor man nicht ein Türkisches Bad genommen.” So beschrieb es Helmuth von Moltke um 1835 in seinen Jahren als Militärberater im Osmanischen Reich.
Vor etwa 5000 Jahren nahm die orientalische Körper- und Badekultur seine Anfänge. Das Türkische Bad – der “Hamam”, kommt aus dem Arabischen und bedeutet soviel wie “wärmen”.
Das erste öffentliche Badehaus von Istanbul ließ im Jahre 1741 Sultan Mahmut I. errichten. Schnell ging es hier nicht mehr nur um bloße Körperreinigung. Der Hamam galt als beliebter Treffpunkt für soziale Ereignisse. Es wurden viel Geschichten erzählt und Neuigkeiten ausgetauscht. Mütter nutzten die Gelegenheit sogar um hier Ausschau nach hübschen Bräuten für ihre Söhne zu halten.
Die Körperreinigung, das Schwitzen und die Massage stammen von einem uralten schamanischen Ritual ab. Das Dampfbad, welches nur mit einem Leinentuch um den Körper, dem sogenannten “Pestemal” betreten werden darf, besteht meist aus einem Heiß- und Warmluftraum zwischen 40 und 50 Grad sowie kühlen Räumen und den Umkleidekabinen.
Ein Hamambesuch ist nicht nur gut für die Atemwege und die Durchblutung, sondern bringt diverse weitere wohltuende Vorteile für die Gesundheit mit sich. Probieren Sie die türkische Ausführung des Dampfbades und gönnen Sie sich einen Besuch im einstigen “Kaffeehaus der Frauen”…
Kurze Einführung: Das Badehaus betritt man über den Empfangsraum, dem sogenannten “Camekan”. Hier erhält man Handtücher und Seifen. Über den Warmluftraum gelangt man dann in den Heißluftraum, dem eigentlichen Dampfbad mit einer riesigen Marmorplatte in der Mitte, auf der man unter einer prachtvollen Kuppel Ganzkörpermassagen bekommen kann. Männer und Frauen benutzen jeweils getrennte Bereiche.





