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Kulinarische Besonderheiten im Ramadan

 

 Während des Ramadans geht das Leben in Istanbul seinen gewohnten Gang. Wer aufmerksam durch die Straßen läuft, der wird allerdings ein paar Besonderheiten bemerken – vor allem kulinarische.

Da sind zunächst die langen Schlangen, die sich am Nachmittag vor vielen Bäckereien bilden, denn während des Ramadans wird ein besonderes Brot gebacken, das die Gläubigen gerne frisch und knusprig zum Iftar, dem Fastenbrechen, mit nach Hause bringen. Das runde Ramadan-Pide schmeckt am Besten direkt aus dem Ofen. Es wird auch in vielen Restaurants gereicht; meistens steht während des Ramadans auch ein spezielles Iftar-Menü auf der Speisekarte.

In vielen Nachbarschaften wird das Fastenbrechen gemeinsam begangen. Manchmal kann man lange Tafeln entlang der Straßen entdecken. Jeder ist willkommen, jeder bringt etwas mit. Der Ramadan ist eine Zeit der Gemeinschaft und des Teilens. Schauen Sie genau hin: auf den Tischen der Restaurants stehen Wasser und getrocknete Datteln bereit, denn traditionell beginnt man das Fastenbrechen mit einer köstlichen süßen Dattel und einem Glas Wasser, bevor man sich dem eigentlichen Essen zuwendet. Diese Tradition entspricht einer Empfehlung des Propheten Mohammed und wird deshalb besonders geachtet. Der hohe Zuckergehalt der Datteln hilft, den Blutzucker der Fastenden nach einem langen Tag ohne Nahrung zu normalisieren.

Zum Nachtisch genießen die Istanbuler gerne eine Portion Güllaç. Diese Nachspeise wird aus hauchdünnen Blättern aus Reisstärke, die mit Walnüssen gefüllt und mit Milch und Zucker getränkt und eingeweicht werden, zubereitet. Dieses traditionelle osmanische Gericht wird nur während des Ramadans serviert. Fragen Sie danach, denn diese Köstlichkeit sollten Sie sich auf keinen Fall entgehen lassen.

Guten Appetit!

Foto: Özgür Özer

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