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Reisen nach Istanbul zu Ramadan

Eine besonders heilige Zeit in der Türkei ist der Ramadan (Türkisch: Ramazan). Der Fastenmonat, in welchem Moslems von Sonnenaufgang bis zum Sonnenuntergang auf Essen und Trinken verzichten, stellt eine Zeit besonderer Nähe zu Gott dar. Als eine der fünf Säulen des Islams gehört das Fasten während des Ramadan zu den Hauptpflichten eines Moslems.

Die Ramadan-Zeit ist nicht nur eine Zeit des Fasten, Beten und Verzichts, sondern auch eine Zeit der Besinnung, der Nächstenliebe und des Beisammensein. Mit ihren vielen Minaretten, versprüht Istanbul zu Ramadan eine besondere Atmosphäre und ist jetzt mehr denn je eine Reise wert!

Als Tourist kann es ganz spannend sein, diese andere Facette der Stadt kennenzulernen. Das alltägliche Leben nimmt trotz des Fastenmonats seinen gewohnten Lauf und Touristen brauchen nicht mit Einbußen zu rechnen. Auch wenn es als höflich angesehen wird, zur Tageszeit das Essen und Trinken auf der Straße zu unterlassen, ist es dennoch kein Muss und wird gemeinhin toleriert. Restaurants, Cafés und Bars sind trotz leicht spärlicherer Besucherzahlen geöffnet und servieren der Kundschaft wie eh und je Speisen und Getränke. Es kann vorkommen, dass einige Einrichtungen auf den Verkauf von alkoholischen Getränken verzichten oder zum Renovieren schließen, doch bietet die Millionenmetropole genug Ausweichmöglichkeiten und man muss nicht befürchten auf dem Trockenen zu sitzen. Ganz im Gegenteil: das Buffet am Abend kann oftmals noch vielfältiger ausfallen.

Zum Abend, wenn der iftar, das allabendliche Fastenbrechen, naht, kehrt in der Stadt eine besonders lebhafte Stimmung ein. Einheimische warten in langen Schlangen vor den herrlich duftenden fırıns (Bäckerei) um noch ein frischgebackenes Ramazan Pide – ein Fladenbrot das speziell zur Fastenzeit zubereitet wird – zu kaufen und eilen anschließend nach Hause zu Familie und Freunden.

Die vielen Restaurants füllen sich nun mit Menschen, die gemeinsam auf den Ruf des Muezzins warten, der schließlich das Fastenbrechen einläutet. Dieser Moment kann auch für Touristen und Andersgläubige eine ganz besondere Erfahrung sein. Begeben Sie sich hierfür zum Iftar-Essen in eines der vielen Restaurants, die zum Fastenmonat spezielle Ramadan-Menüs anbieten und warten Sie mit den Gläubigen auf den Moment, in dem gemeinsam das Fasten gebrochen wird. Brauch ist es nun, das Fasten mit einer Dattel und einem Schluck Wasser zu brechen.

Anlässlich des Ramadan lassen Gemeinden überall in der Stadt auch große Zelte (ramazan çadır) oder Tische und Stühle aufstellen, die zum allabendlichen Fastenbrechen einladen. Ganz im Sinne der Nächstenliebe und Gemeinschaft kommen hier fastende und nicht fastende Moslems, Andersgläubige, Obdachlose und auch Touristen zusammen, um das Iftar-Essen gemeinsam einzunehmen. Um den Geist des Ramadan hautnah zu spüren, ist es daher besonders empfehlenswert, sich in eines der vielen Zelte zu gesellen und ein gemeinsames Mahl mit den Einheimischen zu genießen.

Am Abend liegt dann eine besondere Atmosphäre in der Luft. Viele Moscheen erleuchten in einem grünen Licht und warten darauf, dass die Gläubigen nach dem Mahl zum Teravih namazi-Gebet einkehren. Lichterketten erstrahlen, schillernde Festbotschaften schmücken die Minarette und Stände verkaufen traditionelle Speisen. Als besonderer Leckerbissen gibt es speziell zum Fastenmonat güllaç, eine Milch-Mais-Süßspeise aus der osmanischen Küche.

Kurz vor Morgengrauen hallt dann der Klang von Trommeln durch die Straßen von Istanbul. Eine jahrhundertealte Tradition, in welcher der davulcu, der Ramadan-Trommler, durch die Stadt zieht und mit seinen rhythmischen Trommelschlägen die Bevölkerung zum suhur, dem Ramadan-Frühstück, weckt.

Tauchen auch Sie in das feierliche Treiben Istanbuls zur Ramadan-Zeit ein und  erleben Sie die einmalige Atmosphäre selbst. Wir sind Ihnen gerne bei der Planung und Organisation Ihrer Reise behilflich. Kontaktieren Sie uns einfach über unser Formular.

Hier finden Sie einige türkische Rezepte, die es typischerweise zum Ramadan gibt. Viel Spaß beim Nachkochen & afiyet olsun:

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